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Die frühen Jahre

Wegen der geringen Zahl Katholiken genügte  in den frühen Jahren ein Raum in der Schule zur Abhaltung von Gottesdiensten. Diese fanden nur im vierwöchigem Rythmus statt.Am 15.09.1915 fand die erste Heilige Messe in Tettau in einem kargen Raum statt. Tettau hatte damals 39 Katholiken. Zur Diasporagemeinde, die der damaligen Kuratie Buchbach angeschlossen war gehörten Tettau, Kleintettau, Langenau, Schauberg, Sattelgrund und Alexanderhütte.Aber es gab auch damals schon hilfreiche Menschen. Einer davon war Direktor Wunderlich von der königl. priv. Porzellanfabrik in Tettau. Er stellte den Katholiken den sog. Pferdestall als Betsaal zur Verfügung und darin fanden auch bis 1955 die Messen statt. 

 

Datum:
27. Feb. 2020
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1945 - Die katholischen Flüchtlinge kommen

Nach dem zweiten Weltkrieg ergab sich durch den Flüchtlingsstrom für das Tettauer Gebiet eine neue Situation. Die Zahl der katholischen Mitchristen ist nahezu auf das Fünffache angewachsen und betrug über 600 Gläubige. Der Pferdestall als Notlösung drohte aus allen Nähten zu platzen. Die seelsorgliche Versorgung war unter diesen Umständen nicht mehr gewährt. Daher bemühte sich der im September 1951 als junger Priester nach Buchbach gekommene und damit auch für die Seelsorge in Tettau zuständige Kuratus Bernhard Stehr um eine vernünftige Lösung. Der Kirchenbauverein wurde 1953 gegründet und bereits im Oktober stellte er ein Gesuch zum Bau einer Notkirche. Nach dem Grundstückskauf am 22. April 1953 folgte schon im Juni 1953  die Genehmigung des Erzbischöfllichen Ordinariats Bamberg zum Bau einer Kirche im so genannten „Posseckersgrund" Der erste Kostenvoranschlag im Januar 1954 sah Kostenin  Höhe von 175 000 Mark den Kirchenbau vor. Am Mai 1954 erfolgte der erste Spatenstich und am 18. Juli 54 wurde feierlich die Grundsteinlegung vorgenommen. Die nahe gelegene „Stacheldrahtgrenze" zur sowjetisch besetzten Zone spielte in  damaligen Ansprachen eine Rolle. Landrat Dr. Edgar Emmert bezeichnete die Kirchen an der Zonengrenze als Trutzburgen, die gegenüber Atheismus im Osten besondere Bedeutung  haben. Vom Betsaal aus zog eine feierliche Prozession mit Hunderten von Gläubigen zum Kirchengelände- Die  Grundsteinlegung, die Markstein in der Entwicklung der Diaspora der katholischen Kirche des nördlichen Frankenwaldes gewesen ist

1952 - Tag der Heimat

In der Tettauer Volksschule wurde im Jahre 1952 ein Gottesdienst zum Tag der Heimat gefeiert. Eine Folge vom Ende des 2. Weltkrieges war, dass die Zahl der Katholiken durch die Flüchtlinge sprunghaft angestiegen ist und man keinen Platz mehr fand und auch der Wunsch nach mehr Gottesdiensten da war.

Datum:
27. Feb. 2020
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1952 - Kappellenwagenmission

Erste kath. Mission in Tettau Die erst für einen späteren Termin vorgesehene erste katholische Mission in der Markigerneinde Tettau mußte  vorverlegt werden. Diese Mission ist für Tettau deshalb ein besonderes Ereignis, weil es die erste katholische Mission überhaupt ist, die in der ehemals fast rein evangelischen Gemeinde stattfindet, und weil sie aus der heutigen Zeit mit ‚heutigen Mitteln, der „fahrbare Kirche" ihre große Aufgabe zu. lösen versucht. Durch die Vertreibung der Ostdeutschen ist im Binnenlande fast überall" die Diaspora beider Konfessionen ein unumgängliches Exempel geworden. Die Kuratie Buchbach, die 12 Kilometer von Tettau entfernt liegt, hat nun die Diasporagemeinde Tettau mit zu betreuen. Aus diesem Anlaß sind im Auslande zwei moderne Aktionen vor allem für die  heimatvertriebenen Gläubigen entstanden: Ein Auto für Gott und der Kapellen Wagen der Ostpriester hilft. Dieses Mis-slonswerk ist noch im Aufbau begriffen. Die Zahl der Omnibusse hat, sich von 15 auf 20 erhöht. Die Aktion hatte bisher einen außergewöhnlichen Erfolg zu verzeichnen. Auch die Ktiratie Buchbach ist schon vor langer Zeit mit einem Volkswagen aus dieser Aktion bedacht worden.

Datum:
27. Feb. 2020
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1953 - Der Bau einer neuen Kirche

Zur damaligen Zeit stand ein junger Kuratus an der Spitze der Katholiken mit Namen Bernhard Stehr. Dieser setzte all seine Energie ein, dass sich etwas in Tettau ändern sollte.

Der Kampf, war lang und manche Aktion von diesem jungen Kuratus war wohl nicht so ganz ehrlich wie es sein Beruf eigentlich mit sich bringen sollte, aber er schaffte es mit viel Diplomatie, Durchsetzungsvermögen und mit viel List das zu bekommen, was er eigentlich wollte.

Schon im Jahre 1952 stellte er ein Gesuch zum Bau einer Notkirche.

Seine Bemühungen hatten Erfolg und 1953 wurde der Bau durch Bamberg genehmigt. Schon am 18.07.1954 war dann die Grundsteinlegung.

Zu diesem Festakt waren als Vertreter der Politik 1. Bürgermeister und MdL Christian Müller und Landrat Dr. Emmert anwesend. Die kirchliche Grundsteinlegung wurde durch den Offiziator Prälat Heinrich Rauh aus Bamberg vorgenommen. Nachdem dieser erste Schritt dann gemacht war, ging alles schnell seines Weges.

Datum:
27. Feb. 2020
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1954 - Bau und Richtfest

Die ehemalige kleine Diesporägemeinde ist durch den Zuzug vieler Heimatvertriebener zu einer stattlichen katholischen Kirchengemeinde geworden, so daß der vorhandene Betsaal nicht mehr den gottes-dienstlichen. Anforforderungen entspricht. Kuratus Stehr, Buchbach, ist es zu verdanken, daß nun doch mit dem Bau einer katholischen Kirche begonnen werden kann. Die Kirche wird am Osthang vor der großen Siedlung ihren Platz innerhalb der Gemeinde finden. Den Entwurf hat Architekt Rauschen gestellt. Zwei gleiche Kirchen stehen bereits im Landkreise Coburg, in Oeslau und Ebersdorf, wo sie sich nicht nur ausge-zeichnet ins Ortsbild einfügen, sondern sogar einen gewissen Zentralpunkt darstellen, was wohl auch hier in Tettau der Fall sein dürfte. Die Firma B.Drockardt hat jetzt mit setzen der mächtigen Stützmauer begonnen, die in der ganzen Kirchenlänge gezogen wird, • da hier der Hang ziemlich steil abfällt. Es wird dies eine zwischen 4 und 4,5 m. hohe und in ihrem Fundament 1,5 m starke Mauer, die sich nach oben auf 0,35 m hin verjüngt und die Gefahr. eines Erdrutsches verhindern soll. Wird erst das Fundament der Kirche gelegt, das im westlichen Teil auch diese Tiefe aufweisen wird. Es wird auch die Siedlungsstraße um rund 1,20 m abgetragen, um ein einheitliches Bild zu erhalten. Über von der Siedlungsstraße und von der Hauptstraße angelegte Treppen wird man zur Kirche gehen können. Die Größe des Kirchenschiffes allein beträgt 17,40 mal 11 m, während die Gesamtlänge mit Altarraum 21,90 m betragen wird. An der Südostseite wird der 22 m hohe Turm zu stehen kommen. An der Südwestseite  ist ein Gemeiindesaal geplant, der  die Größe von 8 mal 8 Meter  haben wird und von dem in die Kirche gelangen kann. 

Das Hauptportal soll.an der Nordseite sein und durch einen kleinen Vorbau geziert sein. Vorerst wird der erste Bauabschnitt vollzogen. Der Termin für die Grundsteinlegung ist zwar noch nicht festgelegt worden, doch soll Rohbau der Kirchenoch in diesem Jahre fertiggestellt sein. Darüber ist auch noch keine Entscheidung getroffen worden, ob es eine Marien- oder eine „Christkönigskirche" oder eine Kirche mit einem Heiligen als Patron werden wird. Wie immer sich auch die Weiterentwicklung ergeben dürfte, die Gemeinde wird durch diesen Bau eine weitere Verschönerung erfahren. Beratungen über das Volksfest In der Gastwirtschaft Possecker traten zum ersten Male der Gemeinde- und Kulturbundausschuß für das Volksfest zusammen. Es wurde beschlossen, daß in diesem Jahre die örtliche Industrie beim großen Festzug die Hauptaufgabe übernehmen solle, während dies im nächsten Jahre vom Handel und  Gewerbe durchgeführt weiden wird. Bis zum Donnerstag wird dann der endgültige Entscheidung fallen.

 

Datum:
27. Feb. 2020
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1955 - Glockenweihe und Einweihung der Kirche

Es kam dann soweit, dass sogar eine Glockenweihe stattfand. Manche werden sagen, dass ist doch nichts besonderes, das gehört doch zu einer Kirche, aber unsere sehr verehrter Herr Stehr könnte dazu Geschichten erzählen. Ja und diese Glockenweihe wurde dann auch durch Kuratus Stehr selbst vorgenommen.

Alles war dann soweit gebaut, dass schließlich der große Tag kam.

Und diese Einweihung war nicht nur ein kleines Fest für die katholische Kirchengemeinde, nein, es war ein Fest für die gesamte Gemeinde Tettau und die Nachbargemeinden. Viele Vertretungen katholischer Gruppierungen ließen es sich nicht nehmen an dieser Einweihung teil zu nehmen. Die Prozession zog übrigens vom alten Betsaal hinüber zur neuen katholischen Kirche. Dazu erklangen die Glocken der evangelischen Kirche.

Die feierliche Benediktion wurde vom apostolischen Protonotar Msgr. Dr. Franz Wagner aus Bamberg, der am Kircheneingang von Kuratus Stehr begrüßt wurde, zelebriert.

Datum:
27. Feb. 2020
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Datum:
27. Feb. 2020
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1960 - 1964 Kuratus Josef Hanus in Tettau

Pfarrer Josef Hanus

Seine Berufung hat ihn weit herumkommen lassen in all den Jahren. Immer wieder ist er nach Lateinamerika gereist, hat Hilfsprojekte in Brasilien, Peru und Thailand begleitet. Um dem Priesternotstand im Bayerischen Wald entgegenzuwirken, ist er nach Viechtach gezogen, später nach Bad Steben im Landkreis Hof, nach Sachrang im Chiemgau und auch nach Bad Reichenhall, das er schon von Urlaubs- und Kuraufenthalten schätzte. Und er war auch für 4 Jahre in Tettau, das er zu Jubelfesten auch immer wieder besuchte. Über seine Zeit hier ist ausser der Aschaffung des Taufsteines wenig bekannt.

 

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1964 - 1989 - Pfarrer Reinhold Goldmann in Tettau

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Pfarrer Reinhold Goldmann wurde arn 29. Juli 1952 im Dom zu Bamberg zum  Priester geweiht Als Kaplan waren seine seelsorgerischen Wirkungsstätten Wallenfels, Rothenkirchen und Erlangen-Büchenbach. Vor 23 Jahren. am 1.September 1964 ühernahm er die Kuratie Buchbach, die am 1. Januar 1949 zur Pfarrei erhoben wurde. In all diesen Jahren, war er der Gemende immer ein guter Hirte der mit ihnen Freude und Leid teilte. Er war seinen Glaubigen Begleier auf dem Lebensweg. Tröster auf dem Leidensweg und Führer auf dem Himmelsweg. Pfarrer Reinhold Goldmann ist ein großer Marienverehrer. Er versucht dies auch immer wieder an seine Gemeinde weiterzugeben.

Aber nicht nur im religiösen Bereich ging er seiner Gemeinde voran. Auch bei Baumaßnahmen war er immer erster Mann. So entstand unter seiner Regie in Buchbach der Kindergarten, der Spielplatz und als wichtigstes Bauwerk die herrliche St. Lauerntiuskirche, die wegen ihrer Schönheit und über die Grenzen des Frankenwaldes hinaus bekannt ist. Der Bau der Aussenanlagen, der Anbau an die Kirche, die Gestaltung der Uhren und die neuen Glocken fur Tettau erfolgten auch auf seine Initiative hin. Man kann also mit Gewißheit sagen. daß Pfarrer Reinhold Goldmann durch sein Engagement sehr viel für beide Gemeinden geschaffen hat. Kfm 

Reinhold Goldmann war eine ein sehr extrovertierter exzentrischer Geistlicher. Er hatt vielefältige Talente und hätte sicher auch einen hevorragenden Architekten abgegeben. Dieses lebte er aus durch den Bau des Domes des Frankenwaldes in Buchbach, aber auch durch zahlreiche Umgestaltungen and der Christkönigskirche wie, Glocken, Vorhaus, Garten und springbrunnenanlage, Rosenranken im Chorraum,...

Sein Glaube war so extrem wie er selbst. Er nahm kein Blatt vor den Mund wenn ihm etwas gegen den strich ging. Seine Dispute mit dem ebenfalls expressiven Bürgermeister Alfred Schaden sind legendär.

Einen Höhepunkt erreichte die Popularität des Herrn Goldmann im Streit mit der Kabaretistin Lila Luder.

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1980 - Glockenweihe

Herolde für die Gemeinde

Die katholische Kirchengemeinde Christkönig  Tettau feierte die Weihe des unter große Opfern erworbenen Festgeländes. Geistlichkeit, Fahnen- und Fackel träger holten unter Trommelwirbel vom Ortseingang das Fahrzeug mit den festlich geschmückten Glocken ab, wo das Mitglied der Kirchenverwaltung, Paul Fröba, die überaus große Zahl der Gäste willkommen hies. Unterihnen die Dekane Hans Endres und Martin Krug, die Geistlichkeit des Dekanates, Ortsgeistlicher Carlheinz Förtsch, Landtagsabgeordneter Rudi Daum, Bürgermeister Alfred Schaden und Gerneinderäte sowie die Abordnungen der Vereine, Gesangverein Tettau und der Musikverein, Schützenverein und Feuerwehr. Wahrend des Zuges durch die Straßen der Gemeinde wurde auch am Ehrenmal angehalten und der Toten gedacht. Sie haben sich bereits rufen lassen, betonte Ortsgeistlicher Reinhold Goldmann in seiner Ansprache. Vor dem Schützenzelt war für die Weihehandlung alles bestens eingerichtet , so dass die Weihehandlung reibungslos ablaufen konnte, die immerhin nahezu zwei Stunden dauerte. Als Offiziator erläuterte Golmann die Bedeuttang der Glockenweihe. Die neuen Glocken, die sich mit den beiden vorhandenen Glccken zu einem fünfstimmigen  Geläut vereinen werden, werden heute und in Zukunft Herolde für die Gemeinde sein. Diese Herolde werden zu den drei wichtigsten Lebensabschnitten eines jeden Mitmenschen ertönen: Taufe, Hochzeit, Todesstunde. Durch die Weihe werden die Glocken feierlich für den Gottesdienst geweiht . Unter Assistenz der gesamten Geistlichkeit erfolgte die Weihe jeder einzelnen Glocke. Die Gott-Vater-Glocke hat die politische Gemeinde gestiftet. Sie Ist auf den Ton G   gestimmt. Nach Böllerschlägen ließ Bürgermeister Alfred Schaden mit Hammerschlägen zum erstenmal die Glocke erklingen. 2. Bürgermeister Rudi Müller zündete die Feuerschale an. Die Kirchengemeinde hat die Bonifatius-Glocke gestifset. Sie ist auf den Grundton A gestimmt und dem Apostel der Deutschen gewidmet Kirchenpfleger Erwin Freite nahm für diese Glocke die Hammerschläge vor, und Hella Ebertsch zündete die Feuerschale an. Mit der Weihe der Katharinen-Glocke wurde noch einmal der beiden Glocken gedacht.

Die Katharinen Glocken wurde von Guido und Marietta Rösler gestiftet.  Sie ist auf den Ton E  eingestimmt Unter dem Hammerschlag , durch Marietta Röster entzündete Guido Rösler das Glockenfeuer. Mit dem von der gesamten Gemeinde in drei großen Blöcken gesungenen Kanon „Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn” und einem Festumtrunk im Zelt klang die Weihestunde aus.

Datum:
2. März 2020
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1980 - 25. Kirchenjubiläum

Glockenweihe

Das nächste große Ereignis war dann die Feier des 25-jährigen Geburtstages unserer Kirche am 21.08.1980. Zu diesem Ereignis war vom Bamberg Domkapitular Kittel gekommen. Natürlich war auch der Erbauer Bernhard Stehr dabei.

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Datum:
2. März 2020
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Kreuzwegweihe 1981

Die Jubiläumsfeierlichkeiten der 25. Wiederkehr der Weihe der katholischen Christkönigskirche in Tettau sind im vergangenen  Jahr zu Ende gegangen. Einebesondere Akzentsetzung waren hierfür die Wiederkehr des Festtages am 21. September die Weihe der Glocken am 3. Juli. Sie haben die Christkönigsgemeinde nicht aus der Sorge um einen weitern Ausbau entlassen. Dafür ist seit Jahren ein besonderer Wunsch, die Anschaffung eines Kreuzweges, der in jeder katholischen Kirche vorzufinden ist, notwendig gewesen. Dank der hochherzigen Bereitschaft der Familie Rösler konnte hierfür ein Bronzekreuzweg erwörben werden, der den Leidensweg des Herrn in überzeugender Weise darstellt. Jeder Kreuzweg soll das Leiden und Sterben des Herrn, was er für uns getan hat, dem Betrachter und Beter besser veranschaulichen. Er ist ein Ersatz für den Kreuzweg der Jerusalempilger, die  dort den Leidensweg des Herrn nachgehen. Was im evangelischen Bereich Johann Sebastian Bach in hervorragender Weise durch die Lukas-, Johannes-, vor allen Dingen aber durch die Matthäuspassion durch Musik und Text zu vergegenwärtigen suchte, um das Gemüt und das Herz anzusprechen, das will im katholischen Bereich der Kreuzweg für die Gläubigen. Bisher hat sich die Tettauer Christkönigsgemeinde nur mit projizierten Bilderkreuzwegen helfen können. Durch die Mitwirkeng des Kirchenrates Paul Jakob, der Kindergärtnerin Margit Rebhan, des Kirchenpflegers Erwin Fröba bekamen die Kreuzwegstationen auch
noch einen würdigen Rahmen.  Ihnen und vor allen Dingen der Wohltäterfamilie Rösler sei im besonderen Maße. für  die Anschaffung des Kreuzweges gedankt.  Ans Sonntag, 15. März, vollzog der Ortsgeistliche, Pfarrer Reinhold Goldmann, Buchbach; die. Weihe dieses neuen: Kreuzweges. Zur Einleitung wurde eine Büßlitanei gebetet. Anschließend wurde dreimal mit Gebetszuruf die Weihehandlung vorgenommen, die mit einem Weihegebet abschloß. Die Weihe eines Kreuzweges konnte in früherer Zeit nur von einem Franziskaner vollzögen werden, die für die Pflege der christlichen Stätten in Jerusalem beauftragt waren und als besonderes Privileg die Weihe eines Kreuiweges vornehmen konnten. Im Anschluß an die würdevolle Weihehandlung, die von allen Tettauer Ministranten be- gleitet war und unter großer Anteilnahme der Gläubigen mitvollzogen wurde, trugen die Ministranten jede Station einzeln vor die Gemeinde, zeigten sie dem Volk  und das erstemal  wurde gerniinsam ein Kurzkreuzweg mit einer Huldigung an den Herrn Jesus Christus gebetet, der diesen Kreuzweg uns vorausgegangen ist und der uns zur Kreuzesnachfolge einlädt: ,,Wer mein Jünger sein will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!"

Mit diesem Kreuzweg erhält die Tettauer Christkönigskirche eine würdevolle zusätzliche Ausstattung. Wünschenswert wäre, daß möglichst viele Gläubige die Gelegenheit wahrnehmen, sich vor allen Dingen in der Fastenzeit, aber auch während des Jahres betenderweise mit.diesem Kreuzweg auseinanderzusetzen.

1982 Uhrenweihe

 Es ging in dieser Zeit Schlag auf Schlag. Am 11.07.1982 fand dann die Weihe der neuen Kirchturmuhren statt. Diese stellen in ihren Ziffernblättern die Schöpfungsgeschichte des Universums dar.

Uhrenzifferblatt Nord-West 

zeigt in ihrem Zyklus von 12 Zeichen die gesamte Schöpfungsgeschichte des Universums. Im Zeichen 12 ist sichtbar der dreifaltig eGott mit seinem Augeund seiner schöpferischen Hand. Aus seine Händen ging die Schöpfung im Feuer hervor. Die Zeiger dieser Uhr sind Feuerflammen. Sie weisen hin auf die Schöpfung Gottes Sonne, Mond, Sterne, Wasse, Luft, Erde und die fünf Kontinente.

Uhrenzifferblatt Nord-Ost

Es ist die Schöpfungsuhr. Nachdem Gott das Universum und die Welt geschaffen hatte, schuf er auf der Erde die Pflanzen. Jede Ziffer der Uhr stellt eine besondere Pflanze des Jahreskreises dar. Die Zeiger sind 2 Rosen die wieder auf die Schöpfung hinweisen.  

Uhrenzifferblatt Süd-Ost

Gott schuf dann die Tiere des Wassers, der Luft und der Erde.

Uhrenzifferblatt Süd-West

Hier wird die Volendung dargestellt. Die Krone der Schöpfung, der Mensch,  die Gründung der Kirche und die vielfältigen Hilfsmöglichkeiten die Gott uns durch seine Sakramente anbietet dargestellt mit dem Dreickszeichen für den schöpferischen Gott.  Dargestellt wird weiter die Menschwerdung, die Offenbarung des Wortes Gottes, Einvernahme des Menschen in die Gemeinschaft der Kirche durch die Taufe, das Leben in der Ehe, die Eucharistie und das Priestertum, die Leidensbereitschaft mit dem Hinweis auf das Kreuz usw. Die Binde und Schlüsselgewalt der Kirche kommt in den Zeigern zum Ausdruck die auf die einzelnen Symbole hinweisen.

Kleine Anekdote: Pfarrer Goldmann überlies der damals 10 jährigen Karoline Wunder die Entscheidung welche Uhr auf ihr Haus zeigen sollte. Seitdem schauen die Tiere ins ins Gründle.

Die Ziffernblätter wurden händisch von Marietta Rösler und Brigitte Fröber  vergoldet. 

Datum:
2. März 2020
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1983 - Aussenumbau

Bilder Marieta Rösler 80er

Baumaßnahme an der Christkönigskirche abgeschlossen .  Nach einem über dreijährigen Bauzyklus sind die Arbeiten an der Christkönigskirche in Tettau abgeschlossen. Viel Idealismus und Arbeitseinsatz waren notwendig, bis der neue Vorbau und die Außenanlagen im jetzigen Zustand fertiggestellt wurden. Im nimmermüden Einsatz ist unter der Federführung von Pfarrer Reinhold Goldmann dieneue Anlage der Christkönigskirche in Tettau zu einem echten Schmuckstück im Rahmen des gesamten Gemeindebildes von Tettau geworden.

Vor drei Jahren begannen die Renovierungsarbeiten an der Christkönigskirche in Tettau. Diese Arbeiten wurden abgeschlossen mit den Kauf und der Einweihung von drei neuen Glocken. Der zweiten Abschnitt war dann die Erstellung der vier neuen Uhren für den Glockenturm. Als letzte Maßnahme stand dann der Anbau des neuen Vorhauses und der neue Gestaltung der Außenanlagen auf dem Programm. Notwendig wurde dies alles, weil die alte Stützmauer sehr morsch war und eine Renovierung im Verhältnis zu viel Geld gekostet hätte. Auch stellten die alten Treppen Richtung Festhalle gerade im Winter eine ernste Gefahr fürdie Gläubigen dar. Im Sommer letzten Jahres begannen dann endlich die Arbeiten an den Außenanlagen und am Vorbau, der auch schnell bis auf die neuen Fenster fertiggestellt worden war. Für die Außenanlagen waren indes sehr große Erdbewegungen notwendig. Bis zu den P:flanzarbeiten im Herbst waren Maschinen viele Stunden im Einsatz. Der größte Einsatz wurde aber
von den Gläubigen der Christkönigskirche selbst gebracht.

Es wäre sehr interessant einmal genau zu wissen, wieviele Stunden dort gearbeitet wurden. Schaut man sich aber die neue Anlage jetzt an, so muß jederman zugestehen, daß sich die neue Außenanlage mit ihren Pflanzungen und Springbrunnen tatsächlich zu einem echten Schmuckstück entwickelt hat. Sind die Außenanlagen schon sehr schön gelungen, hm muß man von der Gestaltung den Vorbaues echt begeistert sein. Mit seinen drei Spitzfenstern fügt er sich harmonisch an das Gesamtbild der Christkönigskirche an. Der gestalterische Höhepunkt dabei sind aber die Fenster selbst. Die drei Betonglas-fenster stellen verschiedene Motive dar aus dem Religioesenen dar. In den beiden kleinen Spitzbogenfenstern wird einmal das Leben Christi in einem Lebensbaum präsentiert und im anderen wird das vielfältige Wirken des Heiligen Geistes dar-gestellt. Das mittlere, große Fenster veranschaulicht schließlich Gott Vater, der mit Wohlgefallen auf seine Schöpfung schaut. Betrachtet man sich diese Fenster mit ihren großen Aussagekraft, ist man gewillt nach den Namen des großen Künstlers zu fragen, der dieses Werk geschaffen hat. Geplant und gezeichnet wurde in Vorlage alles von Ute Ebertsch aus Kleintettau , die mit dieser Arbeit ihre starke künst lerische Aussagekraft bewies. Die Einweihung der Außenanlage und des Vorbaues beginnt am kommenden Sonntag mikxeingem um 13.30 Uhr mit einem feierlichen Hochamt. Nach dem Weiheakt selbstir bewegt sich dann en Festzug zur Festhalle nach tettau, wo man lane gemütlich zusammensitzen kann; Auch für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen, Bier und Bratwürsten reichlich gesorgt. Daneben kann man auch bei der Tombola sein kleines oder Großes Glück veremmkx suchen. An die gesamte Bevölkerung des Tettauer Winkels ergeht zu dieser feierlichen Einweihung eine herzliche Einladung. 

Die Buntglasfenster

Ute Ebertsch, Kleintettau, im Dienste der Christkönigsgemeinde in Tettau

Kurz vor der Vollendung der Außengestaltung und der Erweiterung der Christkönigskirche in Tettau konnte als krönender Abschluß für den Anbau im Eingangsbereich für die Arbeiten der drei Spitzbogenfenster eine begabte und idealistische Nachwuchskünstlerin gewonnen werden: Fräulein Ute Ebertsch aus Kleintettau hat erst im vergangenen Jahr ihr Abitur mit Erfolg zum Abschluß gebracht. Auf der Suche nach einem geeigneten Künstler für die umfangreichen Arbeiten der drei Spitzbogenfenster in der Christkönigskirche in Tettau fertigte die begabte junge Künstlerin drei Entwürfe an, die die volle Anerkennung und Zustimmung der Gremien des Kir-chen- und Pfarrgemeinderates gefunden haben.


Ermutigt durch diesen Auftrag, hat die junge Künstlerin jetzt ihren letzten großen Entwurf im Maßstab 1:1 für das Spitzbogenfenster in einer Grö-ßenordnung von über vier Metern zur Vollendung gebracht. Die drei Fenster, die in Betonglas angefertigt werden, wurden im Maßstab 1:1 von der jungen Künstlerin in monatelanger Arbeit in ihrer Freizeit hergestellt. Sie zeigen das Leben des dreifaltigen Gottes. In ihrer ganzen Lichtfülle offenbaren sie die einzelnen Tätigkeiten der göttlichen Personen.
Die zwei kleineren Spitzbo-genfenster: links: Das Leben des Sohnes Gottes, das sich hier in einem Lebensbaum präsentiert: seine Geburt, seine Botschaft, sein Tod und seine Auf-erstehung drücken in bildlichen Aussagen sein Leben aus. Auf der rechten Seite wird uns das vielfältige Wirken des Heiligen Geistes dargestellt: in einer Taube, als Sturmes- und Feuervogel, der diese Welt verändert, umgestaltet und umformt mit Glaube, Hoffnung und Liebe, die drei ersten Feuerflammen; und die sieben Feuerflammen, die uns den Heiligen Geist mit seinen sieben Gaben zeigt: Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit und Furcht des Herrn.


Zum Schöpfungsbericht Bezug genommen Das mittlere Fenster veranschaulicht Gott Vater, der mit Wohlgefallen auf seine Schöpfung schaut, die er ins Dasein gerufen hat durch seine schöpferische Hand.

In den einzelnen Fingern wird auf die Aussagen der Schöpfung im Schöpfungsbericht Bezug genommen: im kleinen Finger die Erschaffung der Gestirne, im zweiten Finger die Erschaffung der Welt und der Elemente, im dritten Finger die Erschaffung der Pflanzenwelt, im vierten Finger die Er-schaffung der Tierwelt und im fünften Finger die Erschaffung der Krone der Schöpfung: der Mensch. Eine umfassende Theologie, die hier in farblichen Aussagen den Glauben zum Ausdruck bringt. Ein gelungenes Werk! Wir dürfen die junge Künstlerin beglückwünschen für ihre erste und herausragende religiöse künstlerische Arbeit und für ihren Idealismus! Neben der Freude dieses selbstlosen Einsatzes für unsere Gemeinde dürfen wir hoffen, daß über die kommenden Generationen hin-durch diese Kunstwerke den Menschen unserer Zeit und der kommenden Zeit Freude am Glauben neu vermitteln. Die Fertigstellung der Fenster wird vermutlich die Zeit bis Ende April dieses Jahres in Anspruch nehmen. Sie bilden einen krönenden Abschluß für die Gesamtbaumaßnahme im Bereich der Filialkirche Christkönig. In einem noch rechtzeitig bekanntwerdenden Termin Mitte Mai werden der Anbau und die Außenanlagen geweiht, vorgestellt und der Öffentlichkeit übergeben.

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Datum:
2. März 2020
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1989 - 2006 Pfarrer Neher in Tettau

Diese Jahre waren gezeichnet von einem sehr modernen jungen Pfarrer, dessen Art und Einstellung im krassen Gegensatz zum Vorgänger Goldmann standen.

Er wollte alte Zöpfe abschneiden und predigte eher reformatirisch. Er vertrat in seinen Predigten stets die Auffassung, dass uns das Himmelreich geschenkt wurde und wir nciht dazu beitragen können sondern dankbarsein müssen. Er verlangte dabei auch viel von der Gemeinde. Diese sollte mehr Verantwortung übernehmen. Er gründete den Singkreis und legte zahlreiche Veranstaltungen wie Familiengottesdienst oder Maiandachten in die Verantwortung der Gemeinde. Auch wurden mehr Kommunionhelfer ausgebildet und das Laienamt gefördert.

Auch er gestaltete radikal die Tettauer Kirche um.  Dem vielen so manche schöne Ausstatungsdetails zum Opfer. Der schwarze Stein im Chorraum wurde mit Nadelfilz belegt. Die Rosenranken im Chorraum und die Leuchter entfernt. Die noch recht neue Aussenanlage wurde vernachlässigt und leider auch neue Springbrunnen im Krichgarten, dessen Elektrik einfach abgeklemmt wurde und der daraufhin verfiel und zuwuchs. 

Datum:
2. März 2020
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1995 - 4<span class="s1">0. Kirchenjubiläum</span>

Zum 40jährigen Bestehen der Christkönigkirche zu Tettau wurde ein Festgottesdienst zelebriert. Jedes Gebet im Gotteshaus spielt eine große Rolle

Im Zeichen des 40jährigen Bestehens der Filialkirche Christkönig zu Tettau, die zur St.-Laurentius-Pfarrei Buchbach gehört, stand der Festgottesdienst, zu dem zahlreiche Gläubige aus dem Pfarrsprengel gekommen waren.
Nach dem Einzug der Geistlichkeit eröffnete der Gesangverein Buchbach unter der Leitung von Paul Fröba mit dem Lied „Preiset froh" die Messe. Nach dem Gloria „Laßt uns loben" wurden die Lesungen vor-getragen und der Chor setzte mit dem Liedvortrag „Kommt hezu" weitere Akzente. Pfarrer Bernhard Stehr, in dessen Wirkungszeit das vor 40 Jahren geweihte Gotteshaus erbaut wurde, las aus Matthäus, 16. Kapitel.

Weihbischof Radspieler zeigte sich über den sehr guten Gottesdienstbesuch erfreut. Im Vergleich mit der nahezu 2000jährigen Kirchengeschichte sei das 40jährige Bestehen der Christkönig-Kirche zu Tettau eigentlich gar keine lange Zeit. Aber ein Vergleich sei aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Der Zeitraum spiele keine Rolle, denn für den Gott, der jeden einzelnen Menschen erschaffen habe, sei dessen Lebensraum und dessen Zeitepoche, in der er gelebt habe oder lebt, wichtig. Für die Erzdiözese Bamberg seien die 40 Jahre Christkönig-Kirche zu Tettau wesentlich, genauso für die Gläubigen, die hier leben. Jedes Gebet, das im Gotteshaus gesprochen werde, sei bedeutsam. Der Weihbischof ging auch auf den christlichen Glauben in der heutigen Zeit und auf den damit verbundenen Auftrag an jeden Einzelnen ein, das Wort Christi in den verschiedenen Le-bensbereichen zu verkünden. Nachdrücklich appellierte der Geistliche an die Gottesdienstbesucher, den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben. Dazu streifte er auch die Situation am Priesterseminar in Bamberg und bemerkte, daß sich in diesem Jahre nur zwei Männer haben einschreiben lassen. Weitere Worte des Weihbischofs galten der katholischen Kirche mit den Aufgabenberei-chen in der kommenden Zeit. In den Fürbitten, vorgetragen von Karl Rothlauf, wurde auch auf das 40jährige Bestehen der Christkönig-Kirche, verbunden mit dem Mitwirken vieler Pfarrangehöriger in den Pfarrgremien, eingegangen. Zur Kommunion brachte der Buchbacher Chor das Lied „Tellite hostias"  zu  Gehör. Mit dem Kirchenlied „Großer Gott, wir loben dich" fand der Festgottesdienst seinen würdigen Abschluß. 

Datum:
2. März 2020
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class="p1"><span class="s1">2005 - 50. Kirchenjubiläum</span>

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Ohne Kirche würde jeder Gemeinde das Herz fehlen
Plädoyer für die Ökumene / Erinnerungen an „Don Camillo" Reinhold Goldmann und „Peppone" Alfred Schaden


Nicht nur mit einem Festgottesdienst, sondern auch mit einem gemütlichen Beisammensein feierte die katholische Kirchengemeinde Tettau das 50. Weihejubiläum ihrer Christkönigkirche in der Turn- und Festhalle in Tettau

Nach dem Gottesdienst waren die Kirchenbesucher der Einladung der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Beate Kaufmann gefolgt und wohnten dem Festakt bei. Neben den Grußworten stand auch ein chronologischer Rückblick zur Entstehung der Christkönigkirche auf dem Programm. Die Blaskapelle Tettau umrahmte die Veranstaltung muisikalisch. Hans Kaufmann begrüßte besonders den Erbauer der Christkönigkirche, Bernhard Stehr. Mit diesem Wiedersehen wolle man gemeinsame Erinnerungen austauschen. Kirche und Politik seien eng verbunden. Dabei nannte er als Beispiel Don Camillo und Peppone, die man in ähnlicher Form in der Marktgemeinde mit Reinhold Goldmann und Alfred Schaden hatte. Beide hätten eine große und wichtige Rolle in der Gemeinde gehabt. Mit zahlreichen Bildern und Zahlen ließen „die Kaufmänner" die letzten 50 Jahre der Christkönigkirche Tettau Revue passieren. Auch wurden kleine Anekdoten in Erinnerung gerufen, und der ein oder andere fand sich auf Bildern in seinen jungen Jahren wieder. Der Bürgermeister des Marktes Tettau, Alfred Schaden, eröffnete sein Grußwort mit der Gratulation zu einem nicht alltägli-chen Jubiläum. Die Kirche gerate immer mehr in den Hintergrund einer von Karriere und Selbstverwirklichung geprägten Spaßgesellschaft. überlieferte Werte zählten nichts mehr und die Verrohung der Gesellschaft stimme einen traurig und rege zum Nachdenken an. Sicherlich gelte es, wie beim Hausputz, abzustauben, vergilbte Dinge zu überprüfen. Auch alte Zöpfe müssten abgeschnitten werden wenn man überlege, was evangelische und katholische Christen mit Kopfschütteln hinnehmen mussten. Jetzt gelte es, den Weg der Gemeinsamkeit gehen zu können.
„Pack schlägt sich, Pack verträgt sich" - so interpretierte Al-fred Schaden seine Auseinandersetzungen mit Pfarrer Reinhold Goldmann. Als „Don Camillo und Peppone des Frankenwaldes" hätten sie manches Bierzelt zum Toben gebracht. Dies aber in Gewissheit, etwas für die Bürger und „Schäfchen der Pfarrgemeinde" getan zu haben. Der evangelische Pfarrer Bernhard Nikitka zeigte sich erfreut über die große Herzlichkeit, die in Tettäu herrscht. Mit einem strahlenden Lächeln grüßte er die Menschen, die gemeinsam dem Glauben dienten. Er lobte das herzliche Verhältnis zwischen Politik, Vereinen und Kirche. Die Zeiten des Trennenden wolle man hinter sich lassen und feiere deshalb am ersten Tag des Jahres gemeinsam Ökume-ne. Damit wolle man einem Höheren dienen und nicht gegenseitig um die Seelen konkurrieren. Nicht miteinander arbeiten zu wollen, bedeute auch keine Berechtigung zu haben, Kirche heißen zu wollen. Die Konfes-sionen seien wie ein Reißverschluss von oben geöffnet worden - nun wird er von unten wieder geschlossen. Der Erbauer der Christkönigkirche, Bernhard Stehr, erinnerte an die Heimatvertriebenen,  die auf der Flucht nur den Glau-ben im Gepäck hatten. Ohne Kirche fehle der Gemeinde das Herz und ohne diesen Mittelpunkt sterbe die Gemeinde. Die Kirche sei wie eine Burg gebaut und sehr schön in die Landschaft gestellt worden. Mit 60000 Mark sollte die Kirche gebaut werden, doch reichte dies gerade mal für das Fundament im Berg. Und dies wurde ohne Handy, Fax oder E-Mail ge-schafft, sondern nur mit einem einzigen Telefon in der Poststelle in Buchbach. Doch heute würden Kirchen verkauft, weil man sie nicht mehr brauche oder nicht mehr unterhalten. könne. Dies sei ein bedauerlicher Abwärtstrend. Ein Haus aus Stein könne nur in einer lebendigen Gemeinde ein lebendiges Haus werden. Reinhold Goldmann dankte Bernhard Stehr für sein Wirken. Jeder Pfarrer habe Akzente be-sonderer Art gesetzt. Der Bau des Herzens und der Seele könne neue Impulse, neue Begeiste-rung geben. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Glaube weiterlebt und die Liebe alle zusam-menführt. Abschließend sagte Dekan Roland Neher allen ein herzliches „Vergelt's Gott". Die Zukunft liege in der eigenen Hand. Er lobte den Pfarrgemeinderat und den Kirchenrat für die geleistete Arbeit und nannte stellvertre-tend die Pfarrgemeinderatsyor-sitzende Beate Kaufmann. Zwischen den einzelnen Grußworten sorgte die Blaska-pelle Tettau für die musikalische Umrahmung. 

Ansprache Pfarrgemeinderatsvorsitzende Beate Kaufmann

Liebe Gemeinde

Zum Abschluß dieses Gottesdienstes möchte ich die Gelegenheit nutzen allen zu danken, die er ermöglicht haben, dass dieser 50. Geburtstag unserer Christkönigskirche  in einem würdigen Rahmen gefeiert werden konnte und noch kann.

Ich danke den Zelbranten dieses Gottesdienstes Herrn Regionaldekan Hübner aus Kronach, Herrn Pfarrer Goldmann, Herrn Pfarrer Hanus, unserem Dekan Neher und ganz besonders dem Erbauer unserer Kirche Herrn Oberstudiendirektor Stehr der aus gesundheitlichen Gründen heute leider nicht hier sein kann.

Mein Dank auch an den Buchbacher Kirchenchor mit Organisten, der uns nicht nur heute sondern auch immer wieder unterstützt, wenn wir ihn brauchen.

Herzlichen Dank auch an alle Pfarrgemeinderäte, bzw. Kirchenräte und an alle Helfer, die sich bei den Vorbereitungen zu diesem Festtag mit Rat und Tat, besonders mit Tat, eingebracht haben

2008 - 2015 Diter Gläser in Tettau

Pfarrgemeindreratsverabschiedung  2010

Diter Gläser kam als Fraziskaner Pater aus Polen ins Bistum Bamberg. Zunächst war er in Glosberg- Dann übernahm er 2008 als Pfarradminsitrator  Buchbach und Windheim mit den Fillialen Tettau und Hirschfeld. Sein Hobby ist die Taubenzucht. Während seiner Zeit in Tettau verliess er den Orden und arbeitete als Priester weiter.

Sicherlich war er deutlich konservativer eingestellt als ein Vorgänger Roland Neher, was gerade für die, die unter Neher Verantwortung in den Gemeinden übernommen hatten, nicht so einfach war. Insbesondere die ausgebildeten Leiter der Wortgottesfeiern kamen kaum mehr zum Zuge und ettliche hörten auf. Pfarrer Gläser kompensierte dies durch vielfältiges Messeangebot seinerseits. Wie in all seine vorherigen Gemeinden regte er auch in Tettau eine Generalsanierung der Kirche an und trieb diese mit Karl Rothlauf und der Kirchenverwatung voran.

Noch vor der Fertigstellung verließ er überraschend die Gemeinde in Richtung Schwürbitz. 

 

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2015 - Cyrac Chittukalam in Tettau

Pfarrer Cyriac Chittukalam

Aus Kerlala ganz im Süden von Indien stammt unser derzeitiger Pfarrer.

Zunächst kommter in das  unterfränkisches Vierhundert-Seelen-Dorf Seinsheim.  Sehr spanend ist dass er in seinem ersten Jahr dort von einem Kamerateam begleitet wird das den Film Erntehelfer daraus macht. Deuschland erscheint durch die Augen des indischen Pfarrers Cyriac betrachtet zunächst recht befremdlich. Es gibt kein Internet, dafür jede Menge Schnee, die Straßenverkehrsordnung ist heilig, und die Menschen tanzen schunkelnd auf den Tischen.

Cyriac ist einer von mittlerweile 500 Priestern aus Indien, mit denen die katholische Kirche in Deutschland dem Fachkräftemangel in den eigenen Reihen zu begegnen versucht. Neben der Sprache muss er auch lernen, wie man Predigten schreibt und seine Gemeinde zusammenhält - ein schweres Unterfangen! Teil seiner Aufgabe als Seelsorger sind Krankenbesuche, und auch hier zeigt sich ihm ein fremdes Bild von der Einsamkeit der alten Menschen.

“Erntehelfer” erzählt die Geschichte von Cyriacs Kampf um Anerkennung, aber auch die seines Ringens mit der Rolle als Priester angesichts der geringen Bedeutung, welche Glauben in Deutschland heute noch spielt.

Toll dass wir diesen Mann heute heier bei uns haben.

Kurz nach seiner Einführung konnte er bereits die Kirche in Tettau nach Generalsanierung wieder einweihen.

Er initierte Hilfsprojekte für seine Heimat nach schweren Flutkatastrophen in 2018. Seine Gemeinden und zahlreiche Gläubige unterstützten ihn intensiv dabei.  Heute konnten bereits 4 Häuser neu aufgebaut werden. 

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class="read">Renovierung 2014-2015

Christkönig-Kirche in neuem Glanz

Generalvikar Georg Kestel segnet das Gotteshaus in Tettau. Für die gelungene Sanierung gibt es viel Lob.

Im Rahmen eines feierlichen Festgottesdienstes ist die Tettauer Christkönig-Kirche nach umfangreichen Sanierungsarbeiten von Generalvikar Georg Kestel gesegnet worden. "Tage wie heute sind eine Gelegenheit, an das zu erinnern, was eigentlich in der Kirche geschieht - nämlich, dass sich lebendige Steine hier in diesem Gotteshaus versammeln, sich vergewissern, gegenseitig bestärken und dann wieder hinaus gehen, um in ihrem Alltag Zeugnis von ihrem Glauben zu geben", erklärte Kestel in seiner Predigt. Die Kirchengebäude sollen also immer Anstoß sein, "kein Ort, wo man sich am Sonntag immer vor der ach so bösen Welt zurückzieht, um sich ein bisschen Wärme zu geben und es dann wieder draußen auszuhalten".

"Die Welt ist vielleicht heute auch nicht gottloser geworden, als sie es früher, als sie es immer war", so der Generalvikar, allerdings sei sie ein bisschen biblischer, neutestamentlicher. "Wir werden wieder stärker angefragt mit unserem Glauben. Vieles, was über Jahrzehnte selbstverständlich war, müssen wir neu und selber durchdenken, um es anderen neu und überzeugend darzulegen. Dies ist in der Kirchengeschichte die häufigste Situation gewesen, in der sich die Christen befunden haben, von den Tagen Jesu bis heute", stellte Kestel fest. "Und sie ist es immer noch vielfach auf der Welt, wo der Glaube und die Christen bedroht werden. Dort sind der Glaube und die Kirchengebäude nicht Rückzugsorte, sondern Sammelpunkte, so etwas wie der Herzschlag, der immer wieder den ganzen Kreislauf in Schwung bringt, damit der Organismus lebt und wachsen kann", verdeutlichte der Generalvikar.

Er freute sich über die gelungene Sanierung der Christkönig-Kirche und zitierte eine Passage aus dem Bestseller "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier: "Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kirchen leben. Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit. Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt. Ich brauche ihr gebieterisches Schweigen. Ich brauche den Anblick betender Menschen gegen die Oberflächlichkeit und Gedankenlosigkeit. Ich will die mächtigen Worte der Bibel lesen. Ich brauche die Kraft ihrer Poesie. Ich brauche sie gegen die Verwahrlosung der Sprache. Eine Welt ohne diese Dinge wäre eine Welt, in der ich nicht leben möchte."

 

"Wir sind wirklich froh, dass wir so eine Kirche haben dürfen - in all ihrer Pracht und ihrem Glanz", stellte Pfarrer Cyriac Chittukalam zu Beginn des Gottesdienstes fest. Insgesamt fast eineinhalb Jahre habe die Sanierungsmaßnahme gedauert. "In dieser Zeit haben sich zahlreiche Menschen mit viel Herzblut für die Kirche eingesetzt", betonte er. Sein besonderer Dank im Namen der Kirchengemeinde ging an den Kirchenrats-Vorsitzenden Karl Rothlauf - für seine Ausdauer, seine Bemühungen und seine Leistung, die Sanierungsmaßnahme mit zu realisieren. Fast jeden Tag sei er zur Kirche gekommen und habe viel Zeit investiert. Rothlauf wiederum bedankte sich im Namen des Pfarrgemeinde- und Kirchenrates bei allen, die zum Gelingen der Sanierung beigetragen haben, insbesondere beim ehemaligen Pfarrer Dieter Gläser sowie bei der Familie Rösler und der CAH-Stiftung. Gläser habe den Start der Sanierung mit in die Wege geleitet, sodass die Arbeiten am 12. Juni 2014 begonnen werden konnten. Während der Maßnahmen sei man sechs Monate in der evangelischen Kirche zu Gast gewesen, wofür er sich ebenfalls bedankte. "Nun sind wir mit der Sanierung unserer Christkönig-Kirche in Tettau fertig. Sie wurde am 18. September 1955 eingeweiht. Nach 60 Jahren und einem Monat auf den Tag genau feiern wir den Abschluss der Sanierung", sagte Karl Rothlauf. Er wünschte sich, dass die Bürger sich noch lange an der Kirche erfreuen werden: "Ein Tettauer Wahrzeichen erstrahlt in neuem Glanz."

"Ich bin stolz, dass es ein weiteres Kleinod neben unserer evangelischen Kirche in Tettau gibt", freute sich Bürgermeister Peter Ebertsch, welcher der Erzdiözese dankte, die den Löwenanteil der 850 000 Euro teuren Sanierung schulterte, aber auch der Oberfrankenstiftung für eine Kostenbeteiligung in Höhe von 160 000 Euro, der Bayerischen Landesstiftung sowie den Bauhofmitarbeitern und allen Beteiligten. Sein besonderer Dank ging an seinen Bürgermeisterkollegen Klaus Löffler, der sich als damaliger Bezirks- und Stiftungsrat der Oberfrankenstiftung für eine Förderung engagierte. Der Singkreis Buchbach umrahmte den Gottesdienst sehr ansprechend.

Ich bin stolz, dass es ein weiteres Kleinod in Tettau gibt.

Peter Ebertsch, Bürgermeister

Datum:
5. März 2020
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